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Bayerische Wirtschaft fordert Systemwechsel in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) hat Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler aufgefordert, die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit einem Systemwechsel zukunftsfest zu machen.

Das beinhalte eine Entkoppelung von den Löhnen, weniger Bürokratie und mehr Wettbewerb zwischen den Kassen, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Wettbewerbsverzerrungen, regionalen Ungleichgewichte und Finanzierungslücken beim Gesundheitsfonds haben gezeigt, dass der Gesundheitsfonds in der jetzigen Form keine Zukunft hat."

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftskrise und den enormen Anstrengungen der Unternehmen, ihre Beschäftigten trotz niedrigerer Umsätze zu halten, hält Brossardt eine Entkoppelung der GKV-Finanzierung von den Löhnen für unabdingbar. Auch der regionale Aspekt müsse stärker in den Blick genommen werden. Der Gesundheitsfonds ziehe jährlich dreistellige Millionenbeträge aus Bayern ab. „Dabei gibt es unterschiedliche Behandlungskosten etwa im Krankenhausbereich oder von Ort zu Ort stark differierende Personal- und Mietkosten. Das wirkt sich für die Krankenkassen derzeit nicht in den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds aus“, kritisiert Brossardt. Diese regionalen Verwerfungen gingen letztlich zu Lasten der Versicherten und Patienten im Freistaat.

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