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Tarifabschluss für Metall- und Elektroindustrie in Bayern übernommen

Die Tarifparteien der bayerischen Metall- und Elektroindustrie haben sich darauf geeinigt, den Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen NRW-Pilotabschluss weitgehend übernommen.

Die Eckpunkte des Abschlusses: Für den Zeitraum Mai 2010 bis März 2011 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro, die in Beträgen von jeweils 160 Euro zum 1. Mai 2010 und zum 1. Dezember 2010 ausgezahlt wird. Auszubildende erhalten eine Einmalzahlung von insgesamt 120 Euro, die in Beträgen von jeweils 60 Euro zu den gleichen Terminen ausgezahlt wird. Ab dem 1. April 2011 erhalten die Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 2,7 Prozent. Die Betriebsparteien können den Zeitpunkt dieser Tariferhöhung um zwei Monate vorziehen oder nach hinten verschieben. Die Tarifvertragsparteien haben sich auf einen neuen Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit“ geeinigt, der neue Instrumente der Beschäftigungssicherung enthält. Diese freiwilligen Regelungen treten am 1. März 2010 in Kraft und gelten bis 30. Juni 2012.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Helmut Keese, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Abschluss: „Wir freuen uns, dass die Übernahme des Tarifabschlusses von Nordrhein-Westfalen auf Bayern so zügig geklappt hat. Der Abschluss selbst und die Art und Weise, wie er zu Stande kam, ist wegweisend. Die lange Laufzeit gibt den Unternehmen Planungssicherheit in der Krise. Zudem bringt der Abschluss den Betrieben kurzfristig für das außerordentlich schwere Jahr 2010 Kostenstabilität. Und die Entgelterhöhung ab dem nächsten Jahr ist vertretbar.“ Als „bahnbrechend“ bezeichnete Keese die Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung, mit denen die Tarifparteien eine „passgenaue Antwort auf die aktuellen Herausforderungen der Krise“ gegeben hätten.

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